Tagesgeld als moderne Geldanlage

Tagesgeldanlagen nennt man das Geld, was auf einem verzinsten Konto liegt und täglich verfügbar ist. Ebenfalls gibt es keine Kündigungsfristen. Die Banken können ohne jegliche Ankündigung ihre Tagesgeldzinsen erhöhen oder auch senken. Die Auszahlung der Zinsen kann von Bank zu Bank unterschiedlich vorgenommen werden. Einige von Ihnen zahlen einmal im Jahr die Zinsen aus und einige entweder monatlich oder vierteljährlich.

Das Tagesgeld hatte bei den Deutschen bis 1990 keine große Bedeutung, da die Sparbücher zu der Zeit besser verzinst waren als das Tagesgeldkonto. Die Firmen hingegen nahmen einen niedrigeren Zinssatz gerne in Kauf, da sie die tägliche Verfügbarkeit Ihrer Gelder schätzten. Im Jahr 2000 gab es dann einen regelrechten Ansturm auf das Tagesgeldkonto von Privatkunden. Durch den Börsencrash gab es auf die Sparbücher keine Zinsen mehr. Die Anleger suchten eine sichere Anlage mit guten Zinsen für ihr Erspartes und die Banken profitierten von den Tagesgeldanlagen.

Über das Tagesgeld kann täglich verfügt werden. Man muss bei Eröffnung eines Tagesgeldkontos ein definiertes Referenzkonto angegeben werden. Das Guthaben wird mittels Überweisung auf das Referenzkonto gebucht. Es kann dadurch eine Bearbeitungszeit von 1-3 Tagen entstehen. Erst nach dieser Zeit kann das Geld für Fremdkonten oder andere Zwecke genutzt werden.

Die Tagesgeldanlage unterliegt der Einlagensicherung. Die Einlagensicherungsgrenze beträgt in Deutschland 100% der angelegten Summe aber max. 50.000 Euro. Es braucht schon die nötige Flexibilität oder Notwendigkeit um sich mit dem Produkt Tagesgeld auseinandersetzten zu können. Um besser Zinsen auf das Tagesgeld zu bekommen, sollte es über das Onlinebanking geführt werden. Gerade unsere ältere Generation hat kaum die Möglichkeit, sich an die neue Form des Sparens zu gewöhnen. Das Internet wird auch in dieser Hinsicht mehr Einfluss auf unser Leben haben.